AVANTEC Know-how
7 Goldene Security-Regeln

Umfassende
Regelwerke und gute Ratschläge für eine sichere IT-Infrastruktur gibt
es viele. Nachfolgende Auflistung ist nicht abschliessend, beinhaltet
aber die unserer Meinung nach wichtigsten Punkte. Keine dieser Regeln
ist wirklich neu, niemandem sind sie unbekannt. Und doch macht es Sinn,
mit strukturiertem Vorgehen und klaren Verantwortlichkeiten diese
Regeln so umfassend wie möglich zu befolgen. Dies garantiert zwar noch
nicht eine absolut sichere IT, kann aber einen Grossteil der Risiken
minimieren.
1. Gute Passwörter
Der
Umgang mit Passwörtern ist ein leidiges Thema, und viele verschiedene
Benutzerkonten verleiten selbst Administratoren zur Missachtung der
Grundregeln. Versehen Sie also den Passwortgebrauch mit
Komplexitätsregeln: Z.B. Minimallänge 8 Zeichen, mindestens 2
Sonderzeichen, regelmässig (aber nicht zu oft!) ändern etc. Oder
verwenden Sie Passphrases, die Sie abkürzen: So heisst Ihr
Domain-Logon-Passwort nicht mehr «janna» sondern z.B. «MGJwa21D5»
(«Mein Göttikind Janna wird am 21. Dezember 5»).
2. Patchen
Wir
wissen, dass ein Grossteil der erfolgreichen Angriffe stattfinden,
indem Löcher in Applikationen wie Webservern etc. ausgenutzt werden.
Meist sind zwar schon seit langem entsprechende Patches vorhanden,
welche aber zu oft zu spät installiert werden. Speziell die vom
Internet aus erreichbaren Server sollten regelmässig mit aktuellsten
Patches versehen werden. Das Patchen ist sicherlich der aufwändigste
Punkt, kann aber nicht genug betont werden: Patchen ist Pflicht!
3. Minimales System
Beim
Fechten spricht man gern von der Blösse, die man dem Gegener offeriert.
Wir sollten unserem Gegner keine unnötigen Blössen geben, also alles
entfernen, was nicht gebraucht wird: Dienste, Komponenten und
Applikationen, die nicht benötigt werden, entfernen. So ist man auch
gegen Softwarefehler des Betriebssystems geschützt, wenn die
entsprechende Komponente nicht vorhanden ist. Neben dem manuellen
Deaktivieren und Deinstallieren der entsprechenden Programme sind auch
automatisierte Skripte zu empfehlen, welche diesen Vorgang teilweise
automatisieren können, beispielsweise Jass für Solaris.
4. Geringste Rechte
Seit
Windows 2000 gibt es auch auf dieser Plattform endlich gute und
strukturierte Möglichkeiten, den Administratoren nur die notwendigen
Rechte im Active Directory zu erteilen. Dazu zentrale Möglichkeiten der
hierarchischen Verwaltung der NTFS-Berechtigungen, der
Registrierungsberechtigungen und der Konfiguration der Dienste per GPO
und vieler weitere Sicherheitsoptionen. Und noch immer gibt es viele
Unternehmen, die die Möglichkeiten noch nicht kennen bzw. nicht nutzen.
Hier liegt ein enormes Potential zur kosteneffektiven Konfiguration und
insbesondere der Sicherheitsoptionen.
5. Verteilen der Zuständigkeiten
Das
Verteilen der Zuständigkeiten ist auch eher eine allgemeine Strategie,
die im Projektmanagement, in der Finanzwelt und gerade bei Netzwerkern
bekannt ist. So gehören z.B. Rechner mit unterschiedlichen
Sicherheitsbedürfnissen in verschiedene Netze, sodass der Zugriff durch
eine Firewall geregelt werden kann. Ein WLAN lässt sich gut als
separates Netz an einer Firewall kontrollieren und so der Schutz der
eigenen Ressourcen gewährleisten. Insbesondere bei den neueren
Gesetzgebungen wird auf die Trennung der personellen
Verantwortlichkeiten grossen Wert gelegt. Viele Angriffe sind erst
durch die Kombination verschiedener Lücken möglich.
6. Verteidigung in der Tiefe
Mehrstufiger
Virenschutz ist für alle Unternehmen schon selbstverständlich: Schutz
beim Gateway, auf den Servern und auf den Clients. Je höher das
Sicherheitsbedürfnis, desto mehr werden auch weitere Stufen doppelt
ausgelegt: Mehrstufige Firewalls sind noch lange nicht überall im
Einsatz, sondern beginnen sich erst jetzt breit durchzusetzen. Auch die
Intrusion Prevention kann sinnvollerweise an mehreren Punkten ansetzen.
7. Das schwächste Glied schützen
Das
schwächste Glied in der Security-Kette ist oft nicht WLAN, sind nicht
Smartphones und nicht die fehlende starke Authentisierung, sondern es
ist oft der Mensch. Vergessen Sie nicht die regelmässige Schulung von
Usern wie auch der Administratoren: Nicht nur die korrekte Anwendung
der Applikationen soll geschult werden, sondern auch das Thema
IT-Sicherheit im Allgemeinen, der Umgang mit Passwörtern etc. Und ganz
speziell sollte regelmässig Awareness geschaffen werden gegenüber der
gesamten Problematik von Social Engineering.
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